10:00 h

Cafeteria, 90 Min, Körpertraining, pay as you wish

Odile Seitz & Frédéric De Carlo

Body-Mind Centering (for all levels)

Bewegung kann von jeder Zelle des Körpers angestoßen werden. Das Nervensystem kann aber nur jene Bewegungen ausführen, die es vorher auch erlebt hat. Das sind zwei der vielen Leitgedanken des Body-Mind Centering, welchen sich Frédéric De Carlo und Odile Seitz (Praticable) in ihrer Stunde widmen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen sich mit Anatomie und Physiologie ihres Körpers vertraut, wodurch neue Impulse für den Umgang mit Raum, Zeit und (tänzerische) Bewegung ergeben.

12:00 h

Trailer-Park, 120 Min, Workshop & Buchpräsentation, pay as you wish

Antonia Baehr

Lachen

Der Workshop richtet sich an gute Lacher und Lacherinnen, die Lust am Lachen haben und dieses  Phänomen genauer unter die Lupe nehmen wollen. In den beiden Stunden analysieren und komponieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer alle (un)möglichen Facetten von Lachen: gellendes, kicherndes, brüllendes, dreckiges, prustendes, kreischendes, hechelndes, verschämtes, herzliches, verlegenes, tonloses, helles. Anlässlich ihres Workshops stellt Antonia Baehr ihr in diesem Jahr erschienenes Buch Rire/Laugh/Lachen vor. Die darin abgedruckten Lachpartituren setzt Constanze Klementz in entsprechendes Gelächter um

14:00–17:00 h

Hildebrandtunnel, Videoprogramm (5. -7.12.)

Berliner Choreografen

Out Of Space

Videos von David Brandstätter & Malgven Gerbes, Anat Eisenberg, Paul Gazzola, huber & christen, Arantxa Martinez, Eva Meyer-Keller & Kate McIntosh, Thérèse Nylen & Henrike Meyer, Anne Retzlaff & RP Kahl, Maren Strack, Bo Wiget & Luigi Archetti, Christoph Winkler u.a.

14:00 h

Trailer-Park, 60 Min, Lecture Performance, pay as you wish

Robyn Orlin

One HOUR With Robyn Orlin

Die seit drei Jahren in Berlin lebende Choreografin lädt dazu ein, bei der Tanznacht eine Stunde mit ihr zu verbringen. Was konzeptuell so einfach daher kommt, ist jedoch eine komplexe Verhandlung zwischen den Erwartungen des Publikums und den Wünschen der gebürtigen Südafrikanerin. Robyn Orlin vertauscht die Beziehung zwischen Bühne und Publikum und fragt: „Was sind Sie bereit, zu dieser gemeinsamen Stunde beizutragen?“ (In Englisch)

Ab 15:00 h

Cafeteria, mobiler Online-Buchladen

Agnès Benoit-Nader

Books On The Move

Ob Trisha Brown, Sasha Waltz, Meg Stuart oder die Künstler der tanznacht berlin ’08. Ob Biografie, Anthologie, Theorie oder Bildband. Ob französisch, englisch oder deutsch. Hier finden Sie die Literatur die Sie suchen.

Ab 15:00 h

Cafeteria, Video-Installation

Vanessa Huber-Christen & Lorenz Huber

digital auf oel

Ein Beamer projiziert Videobilder tanzender Menschen auf alte Ölgemälde und abstrakte Malerei. Sie scheinen ganz in den abgebildeten Landschaften und Bildstrukturen aufzugehen. Für die tanznacht berlin ’08 schaffen huber & christen ein neues, großformatiges Bildwerk, das mit Darstellern aus dem Film Maere und der gleichnamigen Bühnenproduktion bespielt wird.

Ab 15:00 h

Cafeteria, individuelle Audiotour (4. - 7.12.)

Veronika Blumstein & Peter Pleyer

Tracks Through Terrain: Warszawa-Berlin-Express

Die polnische Choreografin Veronika Blumstein (*1940) ist zur tanznacht berlin ’08 verhindert. Sie hat deshalb den Berliner Choreografen Peter Pleyer mit der erneuten Rekonstruktion ihres Stückes Dancing Queens meets Walkmanwords (1978) betraut. Setzen Sie die Kopfhörer auf und folgen Sie den Anweisungen. Die MP3-Player erhalten Sie nach Hinterlegung des Personalausweises. (In Englisch)

15:54–16:34 h

Trailer-Park, Blaue Stunde

Franz Anton Cramer & Guests

Kunst / Freiheiten

Wie Tanz auf Bühnen, in Medien und bei öffentlichen Debatten wahrgenommen wird, ist niemals bloß ästhetisch geprägt. Das Künstlerische am Tanz muss vielmehr immer auch seine Freiheit sein. Doch gehen beide Ebenen nicht automatisch zusammen. Ausgehend von Material aus einem Forschungsprojekt über Tanz in den 1930er Jahren stellen der Tanzwissenschaftler und Autor Franz Anton Cramer und seine Gäste neue Fragen an die zeitgenössische Praxis und deren (Kunst-)Bedingungen.
 
Die Blaue Stunde markiert die Zeit der Dämmerung zwischen Sonnenuntergang und nächtlicher Dunkelheit. Ein Zwielicht, das Denker immer wieder zu metaphysischen Betrachtungen angeregt hat.

Mit Franz Anton Cramer, Heike Albrecht, Petra Roggel u.a.

 

17:00–18:00 h
20:30–21:00 h
23:30–0:30 h

Hinterbühne, Video-Installation, pay as you wish

Astrid Endruweit

Frau mit Kuchen

„Haut den Lukas, das es an die Wände spritzt!“ sprach Astrid Endruweits Großmutter und verschlang das letzte Stück Torte ihres Lebens. Jedoch vergeblich ist die Suche nach Trost und Befriedigung durch Süßwaren wenn emotionale Grundbedürfnisse nicht gestillt sind. Vom ersten Video, strahlende Beauty Posen, gedreht vor sieben Jahren für den zukünftigen Liebhaber (um ihm zu zeigen, was er verpasst hat) über filmisch dokumentierte Gefühlsausbrüche bis hin zu ausgefeilten Szenen, gepaart mit Aufnahmen von sechs Männern, die auf ihre unverwechselbare Art in ihren privaten Wohnzimmern tanzen, spielt Astrid Endruweit in verschiedenen Rollen und Menschenaltern mit der unerträglichen und lächerlichen Angst vor dem Sterben, ohne geboren zu haben.
Einlass zur vollen und halben Stunde.

Idee, Konzept, Videos, Soundmix: Astrid Endruweit Tänzer: Toralf Endruweit, Louis Gläsker, Joaquim Rodrigues, Arthur Rother, Robert Schmidt, Scott Shepherd Produktion: Astrid Endruweit und Kampnagel Hamburg

Gefördert von der Hamburger Kulturbehörde

17:00 h

Cafeteria, 60 Min, Show & Tell

WILHELM GROENER

Show & Tell ist ein in den USA verbreitetes Lernformat. Dafür bringen Kinder einen für sie wichtigen Gegenstand in die Schule mit und erklären der Klasse dessen Bedeutung. An jedem Nachmittag der tanznacht berlin ’08 laden Choreografen interessierte Zuschauer auf die Bühne ein, um buchstäblich mit ihnen durch die am Vorabend gezeigte Choreografie zu gehen, leibhaftig, Schritt für Schritt. Heute nimmt WILHELM GROENER das Publikum bei der Hand und führt durch Hotel Hassler.

18:00–21:30 h
23:00–24:00 h

Hildebrandtunnel, Performance-Installation, pay as you wish (4. - 7.12.)

post theater [new york / berlin / tokyo]

Express Fight Club: A Chorus

In der ehemaligen Lackierstrasse der BVG Werkstätten installiert das post theater eine automatisierte Multimedia-Choreografiemaschine. Weiß leuchtende Quadrate bilden ein Raster für eine vom Publikum begehbare Lichtchoreografie. Folgen Sie dem Licht zum Ende des Tunnels... Alle 30 Min Einlass für 15 Personen.

Idee, Konzept, Medienkunst: post theater (Hiroko Tanahashi, Max Schumacher) Medienkunst, Programmierung: Yoann Trellu Sound-Art: Sibin Vassilev Choreografische Mitarbeit: Matthieu Burner Gefördert vom: Hauptstadt kulturfonds

19:30 h

Studio 1, 50 Min, Performance, 13/9 €

Colette Sadler

The Making Of Doubt (Berlinpremiere)

Wo ein menschlicher Körper dargestellt ist, muss noch lange keiner drin sein. Sechs Menschen sitzen mit dem Rücken zum Publikum. Alle tragen dunkle Kapuzenjacken, lange Hosen und Turnschuhe. Zwei der sechs sind Puppen. Woran lässt sich Menschliches festmachen? Wie viele Beine oder Arme ergeben einen Menschen? In The Making Of Doubt spielt die zwischen Glasgow und Berlin pendelnde Choreografin Colette Sadler mit der Konstruktion und Wahrnehmung von Wirklichkeit, ihrer Täu-schung und Fälschung. Mit Lakonie und Witz stellt sie Gewissheiten auf den Kopf und erschafft magische Momente der Schwerelosigkeit.

Konzept, Choreografie: Colette Sadler Performance, Choreografie: Eva Baumann, Maxwell McCarthy, Sybille Müller, Jara Serrano Gonzalez Assistent: Marcela Donato Puppen, Prothesen: Kattrin Michel, Klemens Kuhn & Hagen Tilp Kostüme: Adelheid Weiser Licht: Florian Bach Musik: Zoviet*France

Eine TRAMWAY Glasgow Koproduktion

Entstanden während einer Residenz an der fabrik Potsdam, PACT Zollverein Essen und WP-Zimmer Antwerpen

Unterstützt von The Scottish Arts Council und Glasgow City Council

21:00 h

Halle 660, 70 Min, Performance, 13/9 €

Christoph Winkler

Posed

In Posed wird kaum getanzt, dafür viel geredet. Über die Kollegen, ihre Vorlieben, ihre Ticks, ihre Berufe, ihre Großeltern. In dieser szenischen Spielanordnung nehmen ein zeitgenössischer Tänzer, ein Urban Dancer, ein Schauspieler und ein Performance Künstler die Bedingungen und Produktionsweisen von darstellender Kunst unter die Lupe. „Die Inszenierung spielt mit der Tatsache, dass zeitgenössische Kunst zu großen Teilen aus dem Diskurs über zeitgenössische Kunst besteht. Also simpel gesagt im beziehungsreichen Reden über die Kunst.“ (Neues Deutschland) Der Zuschauer schaut dabei nicht einfach nur zu. Winkler platziert ihn im Raum und verpasst ihm eine andere Haltung, eine andere Pose: die des Komplizen.

Konzept, Choreografie: Christoph Winkler Performance: Florian Bilbao, Marie-Lydie Nokouda, Jörg Schiebe, Mirko Winkel Kostüme: Friederike Donath Technik: Milos Vujkovic Produktion: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro Presse: k3 berlin Foto: frischefotos.com

Eine Produktion von Christoph Winkler

Gefördert durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin

Unterstützt von Kunsthaus Tacheles und Eliashof

21:00 h

Studio 2, 90 Min, Performance-Installation, 13/9 € (4. + 5.12.)

LaborGras

I, Myself And Me Again

Das Berliner Tanzkollektiv LaborGras spielt auf Zeit. Umschlossen von vier Leinwänden treten drei Tänzer in einen zeitverzögerten Dialog mit ihren Körper(bilder)n. Die Spuren, die ihre Bewegungen zur Live-Musik von Ralf Krause auf den Screens hinterlassen, überlagern sich mit der im Moment komponierten Choreografie zu visuellen Feed-Back-Schleifen. Ruft der Körper seine Abbilder hervor? Oder folgt er ihnen?

Idee, Konzept: LaborGras Performer: Renate Graziadei, David Hernandez Visual Operator: Arthur Stäldi Musik: Ralf Krause Technische Gesamtleitung: Götz Dihlmann Aufbau Programmentwicklung, Computer Art: Frieder Weiss Aufbau Computer, Computerprogramm: Martin Bellardi Management LaborGras: Inge Zysk Produktion: LaborGras in Kooperation mit der Akademie der Künste Berlin und der Trans-Media-Akademie Hellerau e.V.

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin

22:30 h

Studio 1, 45 Min, Performance, 13/9 €

Ami Garmon

Take Me Home With You (Deutschlandpremiere)

„What if nothing ever got better? What if that’s all there is.“ Am Ende eines dreijährigen Schreibprozesses stand Ami Garmon vor vielen Trümmern und einer Erkenntnis: Die Kälte des Herzens macht Bewegung unmöglich. „Jenes kalte Herz, das neben dem gefrorenen Hamster in der Tiefkühltruhe liegt, den man vergessen hat, angemessen zu beerdigen, nachdem man aus den Ferien heimgekehrt war und festgestellt hat, dass das geliebte Tier in der Zwischenzeit leider gestorben war.“ (Ami Garmon) Take Me Home With You ist ein Roadmovie ins Land der Hoffnungslosigkeit, eine abenteuerliche Soloperformance, die ihre poetische Kraft aus der Bühnenpräsenz ihrer Darstellerin und ihrer atemlosen Texte schöpft.

Kreation, Performance: Ami Garmon Dramaturgie: Christiane Hommelsheim Sounddesign: Olivier Zol Lichtdesign: Arnaud Poumarat Choreografische Assistenz: Jacob Peter Kovner Texte: Ami Garmon außer Auszug aus ‚The Patient’ von Paul Watson, geschrieben für Ami Garmon Zusätzliche Musik: Catpower Produktion: ami garmon/squint productions

Unterstützt vom Goethe Institut Lyon, Tanzwerkstatt Berlin, Peter Sinclair und Association Able (Cap 15 Marseille)

Dank an Elena Polzer/Ehrliche Arbeit

24:00 h

Trailer Park, Buchpräsentation & Lesung

TWO FISH

HIER REIN_DA RAUS? „Ich hatte an diesem Abend auf eine dritte Person Lust“

Die in den Performancewind verstreuten Texte aus zehn TWO FISH Produktionen gibt es nun endlich auch auf gebundenem Papier. TWO FISH befriedigen mit dieser Veröffentlichung den Wunsch von Zuschauern und der Tanznacht, endlich etwas von ihnen in den Händen halten zu können. Die Publikation ist aber auch für all jene lustvollen Schnipselverfolger gedacht, die die Stücke selbst gar nicht kennen. Unklar bleibt allerdings, wie die Texte eigentlich entstanden sind... .

In Zusammenarbeit mit dem Maasmedia Verlag Berlin

Trailer-Park: Hier tagesaktuelles Programm ab 1.12.