18:00 h

Cafeteria, 60 Min, Eröffnung der tanznacht berlin ’08

BVG-Orchester

Auftakt

58 Männer, zwei Frauen, ein Klangkörper: Normalerweise in der ehemaligen Großkantine der Uferhallen untergebracht, zieht es das BVG-Orchester für den Auftakt der tanznacht berlin ’08 in den Trailer-Park. Dort spielt das dienstälteste Betriebsorchester der Stadt unter der Leitung des Dirigenten Jochen Süsse tanzbare Stücke seines 400 Werke umfassenden Repertoires.

Reden mit einem Glas Sekt in der Hand
Was wir uns wünschen: Unüblich schöne Worte der Veranstalter und der Politik. Und ein paar Geburtstagsadressen an die Tanzfabrik zu ihrem Dreißigsten!

Ab 18:00 h

Cafeteria, Video-Installation

Vanessa Huber-Christen & Lorenz Huber

digital auf oel

Ein Beamer projiziert Videobilder tanzender Menschen auf alte Ölgemälde und abstrakte Malerei. Sie scheinen ganz in den abgebildeten Landschaften und Bildstrukturen aufzugehen. Für die tanznacht berlin ’08 schaffen huber & christen ein neues, großformatiges Bildwerk, das mit Darstellern aus dem Film Maere und der gleichnamigen Bühnenproduktion bespielt wird.

Ab 18:00 h

Cafeteria, mobiler Online-Buchladen (4.-7.12.)

Agnès Benoit-Nader

Books On The Move

Ob Trisha Brown, Sasha Waltz, Meg Stuart oder die Künstler der tanznacht berlin ’08. Ob Biografie, Anthologie, Theorie oder Bildband. Ob französisch, englisch oder deutsch. Hier finden Sie die Literatur die Sie suchen.

Ab 18:30 h

Cafeteria, individuelle Audiotour (4. - 7.12.)

Veronika Blumstein & Peter Pleyer

Tracks Through Terrain: Warszawa-Berlin-Express

Die polnische Choreografin Veronika Blumstein (*1940) ist zur tanznacht berlin ’08 verhindert. Sie hat deshalb den Berliner Choreografen Peter Pleyer mit der erneuten Rekonstruktion ihres Stückes Dancing Queens meets Walkmanwords (1978) betraut. Setzen Sie die Kopfhörer auf und folgen Sie den Anweisungen. Die MP3-Player erhalten Sie nach Hinterlegung des Personalausweises. (In Englisch)

19–22:00 h,
24:00 h

Hildebrandtunnel, Performance-Installation, pay as you wish (4. - 7.12.)

post theater [new york / berlin / tokyo]

Express Fight Club: A Chorus

In der ehemaligen Lackierstrasse der BVG Werkstätten installiert das post theater eine automatisierte Multimedia-Choreografiemaschine. Weiß leuchtende Quadrate bilden ein Raster für eine vom Publikum begehbare Lichtchoreografie. Folgen Sie dem Licht zum Ende des Tunnels... Alle 30 Min Einlass für 15 Personen.

Idee, Konzept, Medienkunst: post theater (Hiroko Tanahashi, Max Schumacher) Medienkunst, Programmierung: Yoann Trellu Sound-Art: Sibin Vassilev Choreografische Mitarbeit: Matthieu Burner Gefördert vom: Hauptstadt kulturfonds

 

19:30 h

Studio 1, 50 Min, Performance, 13/9 €

WILHELM GROENER

Hotel Hassler (Berlinpremiere)

Menschen im Hotel? Drei Männer in knitterfreien Anzügen betreten den Raum und bleiben plötzlich stehen. Von irgendwoher dringt die Zeit herein. Ein Summen. Plötzlich fällt einer von ihnen in einen merkwürdigen Zustand der Schockstarre und kann sich nicht mehr rühren. So beginnt ein groteskes Spiel mit absurd-versteiften Körpern, die sich ums Verrecken nicht biegen, falten oder bewegen lassen wollen. Im komisch-brutalen Körperwitz des Berliner Performanceduos WILHELM GROENER wechseln die drei Transformer so mühelos ihren körperlichen Aggregatzustand, dass es einem Angst und Bange wird, es könnte ihnen etwas abbrechen. Hotel Hassler wünscht dennoch einen angenehmen Aufenthalt!

Konzept: Mariola Groener, Günther Wilhelm Tanz, Performance: Assaf Hochman, Ulrich Huhn, Günther Wilhelm Ton: Ti To Licht: Andreas Kröher Produktionsdramaturgie: Nina Thielicke Produktion: WILHELM GROENER

Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und den Fonds Darstellende Künste in Koproduktion mit DANCE 2008.

Dank an: i-camp / Neues Theater München, Tanz im August 2008 und tanznacht berlin’ 08

21:00 h

Studio 1, 55 + 15 Min, Performance, 13/9 €

Frédéric Gies

Dance (Praticable)

Praticable ist ein Zusammenschluss von Berliner Choreografinnen und Choreografen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Erforschung, Produktion und Vermittlung von choreografischen Praktiken als einen künstlerisch gleichwertigen Vorgang zu betrachten. Die Gruppe versteht sich als flach organisierte Plattform, die Performances in gemeinsam verantworteter Zusammenarbeit schafft. Dabei gehen die Künstler jeweils von bestimmten Körperpraktiken aus, die sie auf ihr theatrales Potenzial abklopfen. Der Gruppenversion von Dance (Praticable) hat der französische Choreograf Frédéric Gies eine Partitur zugrunde gelegt, die Prinzipien des Body-Mind Centering aufgreift. Neun Tänzerinnen und Tänzer gehen dabei durch verschiedene Bewegungsqualitäten, deren Interpretation den Zuschauern bewusst freigestellt ist. Wie jeder Arbeit der Gruppe wird auch Dance (Praticable) ein Stückausschnitt vorangestellt, welcher von einem anderen Mitglied verantwortet wird.

Konzept, Partitur: Frédéric Gies Nach einer Idee von: Alice Chauchat Künstlerische Assistenz: Alice Chauchat Choreografie, Tanz: Alice Chauchat, Frédéric de Carlo, Frédéric Gies, Ulrike Melzwig, Sarah Menger, Christian Modersbach, Petra Sabisch, Isabelle Schad, Odile Seitz Lichtdesign: Ruth Waldeyer Vorhang: Alexander Wolff Musik: Madonna Mentoring: Carla Bottiglieri Foto: Ivo Hofste Produktion: Christian Modersbach

Dance (Praticable) – group version ist eine Produktion von Frédéric Gies und Sophiensæle Berlin

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, mit Unterstützung der fabrik Potsdam im Rahmen von Tanzplan Potsdam: Artists-in-Residence

22:30 h

Studio 2, 90 Min, Performance-Installation, 13/9 € (4. + 5.12.)

LaborGras

I, Myself And Me Again

Das Berliner Tanzkollektiv LaborGras spielt auf Zeit. Umschlossen von vier Leinwänden treten drei Tänzer in einen zeitverzögerten Dialog mit ihren Körper(bilder)n. Die Spuren, die ihre Bewegungen zur Live-Musik von Ralf Krause auf den Screens hinterlassen, überlagern sich mit der im Moment komponierten Choreografie zu visuellen Feed-Back-Schleifen. Ruft der Körper seine Abbilder hervor? Oder folgt er ihnen?

Idee, Konzept: LaborGras Performer: Renate Graziadei, David Hernandez Visual Operator: Arthur Stäldi Musik: Ralf Krause Technische Gesamtleitung: Götz Dihlmann Aufbau Programmentwicklung, Computer Art: Frieder Weiss Aufbau Computer, Computerprogramm: Martin Bellardi Management LaborGras: Inge Zysk Produktion: LaborGras in Kooperation mit der Akademie der Künste Berlin und der Trans-Media-Akademie Hellerau e.V.

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin

Ab 22:30 h

Hinterbühne, Video-Installation, pay as you wish

Astrid Endruweit

Frau mit Kuchen

„Haut den Lukas, das es an die Wände spritzt!“ sprach Astrid Endruweits Großmutter und verschlang das letzte Stück Torte ihres Lebens. Jedoch vergeblich ist die Suche nach Trost und Befriedigung durch Süßwaren wenn emotionale Grundbedürfnisse nicht gestillt sind. Vom ersten Video, strahlende Beauty Posen, gedreht vor sieben Jahren für den zukünftigen Liebhaber (um ihm zu zeigen, was er verpasst hat) über filmisch dokumentierte Gefühlsausbrüche bis hin zu ausgefeilten Szenen, gepaart mit Aufnahmen von sechs Männern, die auf ihre unverwechselbare Art in ihren privaten Wohn-zimmern tanzen, spielt Astrid Endruweit in verschiedenen Rollen und Menschenaltern mit der uner-träglichen und lächerlichen Angst vor dem Sterben, ohne geboren zu haben.
Einlass zur vollen und halben Stunde.

Idee, Konzept, Videos, Soundmix: Astrid Endruweit Tänzer: Toralf Endruweit, Louis Gläsker, Joaquim Rodrigues, Arthur Rother, Robert Schmidt, Scott Shepherd Produktion: Astrid Endruweit und Kampnagel Hamburg

Gefördert von der Hamburger Kulturbehörde

24:00 h

Trailer-Park, Konzertperformance & DJ

SISSIMETALL

„Ich kann nicht widerstehen, mich hat was angemacht“, singt Frontfrau Anne Retzlaff, Tänzerin und Choreografin. Für Punk zu verträumt, für Pop zu wenig glatt und für Rock durch Keyboard und Geigenkraft zu melodisch; SISSIMETALL streben nach einem perfekten rausch- und tranceähnlichen Zustand, der noch Stunden in der Nachtluft anhält.

Trailer-Park: Hier tagesaktuelles Programm ab 1.12.